Angebote für Kinder und Jugendliche

„De Keller“: Abschied…

In den 80er Jahren wurden die Gewölberäume des Gemeindehauses mit viel Herzblut und Eigeninitiative der damaligen Dorfjugend ausgebaut und eingerichtet.Hilfsbereitschaft untereinander, Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft und gegenüber den von der Gemeinde bereitgestellten Räumlichkeiten gehörten zum geselligen Treiben der Anfänge im „Keller“ wie selbstverständlich für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen dazu.

Über die vielen Jahre der Kellernutzung zeichnete sich immer deutlicher ab, dass die nachfolgenden Generationen der Erhaltung dieses Erbes nicht mehr gerecht werden konnten. Es gab in den letzten Jahren seitens engagierter Dorfjugendlicher, zusammen mit dem Vertreter der Jugendpflege der Verbandsgemeinde mehrere Anläufe, die bewährten Zustände im Keller wieder herzustellen, doch leider waren diese Bemühungen niemals von langer Dauer und von Erfolg gekrönt.

Im März 2017 beschloss der amtierende Gemeinderat schweren Herzens, den Jugendraum aus aktuellem Anlass (u.a. Alkoholkonsum, Verschmutzung der Räumlichkeiten, Lärmbelästigung) bis auf weiteres zu schließen. Gleich darauf liefen Gespräche zwischen einer Vertreterin des Gemeinderats mit Frau Jäger, der derzeitigen Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde.Diese hatten zum Ziel, den Kindern und Jugendlichen im Dorf wieder ein attraktives Angebot in ihrer Freizeit machen zu können.

… und Neubeginn

Bereits im September 2017 beschied der Gemeinderat einstimmig über eine solche Neukonzeption für den „Kidstreff“.  Dieser lagen folgende Eckpunkte zugrunde:

  • Der rechtliche Rahmen kommunaler Angebote und die Auflagen des Kinder- und Jugendschutzes müssen stets gewahrt bleiben.
  • Die Öffnungszeiten finden regelmäßig sowie zeitlich begrenzt statt und werden immer von einem erwachsenen Ansprechpartner begleitet.
  • Das Angebot bezieht sich primär auf jüngere Kinder (3. Klasse bis ca. 7. Klasse).

Durch Vertreter der Verwaltung erfolgte im November 2017 die Prüfung der Keller-Räumlichkeiten in Bezug auf mögliche (Um-)  Baumaßnahmen und auf Brandschutz. Schnell stand fest, dass „de Keller“ nicht mehr als zukünftiger Treffpunkt für die Kinder in Frage kommen würde: Der hintere Raum erfüllte nicht mehr die Auflagen des Brandschutzes (kein direkter Fluchtweg nach draußen), und die Wände des vorderen Raumes waren großflächig mit Schimmel befallen. Dies war zunächst ein niederschmetterndes Ergebnis. Sollten die gemeindlichen Bestrebungen für einen Neubeginn etwa an einem fehlenden, geeigneten Raum scheitern?

Glücklicherweise löste sich die Raumfrage in der Dezember-Sitzung  2017 zu aller Zufriedenheit mit dem einstimmigen Beschluss, den „Kidstreff“ in die Räumlichkeiten der alten Bücherei zu verlegen.

Welche Angebote gibt es denn jetzt in Sippersfeld für die Jugendlichen im Teenageralter? Dieser Frage widmete sich im März 2018 die Dorfmoderation in einem eigens dafür vorgesehenen Termin, dem „Jugendtalk“. Zu diesem waren alle Jugendlichen des Ortes herzlich eingeladen. Neben der Beauftragten des Planungsbüros, die den Talk durchführte,sowie der Jugendpflegerin der VG Jessica Jäger, drei Gemeinderatsmitgliedern und dem Ortsbürgermeister Ulrich Kolb erschienen sechs junge Männer in besagtem Alter. Ihr Anliegen an die Dorfgemeinschaft: eine Räumlichkeit, in der sie sich an den Wochenenden und abends unter der Woche treffen könnten. Die Beteiligten einigten sich darauf, dass sich engagierte Jugendliche zusammenfinden sollten mit fachkundiger Unterstützung durch Frau Jäger, um dem Gemeinderat ein solides Konzept anzubieten (u.a. unter Wahrung entsprechender gesetzlicher Vorgaben zum Jugendschutz). Auch die Einrichtung eines Jugendrates mit klaren Strukturen und transparenten Arbeitsweisen  wurde als eine Möglichkeit angesprochen, die Jugendarbeit im Dorf voranzubringen. Der Ortsbürgermeister Kolb betonte auch nochmals, dass als Ansprechpartner zur Jugendförderung neben der Ortsgemeinde auch die zahlreichen Vereine im Ort gefragt seien.

Seit Juli 2018 hat nun der „Kidstreff“ einmal im Monat geöffnet. Ein fester Kern von 8-12 Kindern kristallisierte sich bereits heraus. In den (Spät-) Sommermonaten diente auch der Kerweplatz als Raum für zahlreiche freie und angeleitete Spiele. Über die kommenden Wintermonate legen die Kinder und ihr Betreuerteam das Augenmerk mehr auf das Einrichten des Raumes und haben Team- und Geschicklichkeitsspiele im Angebot. Es gibt noch viele weitere Ideen zur Gestaltung eines gemeinschaftlichen und abwechslungsreichen  Miteinanders, bei dem auch Musik und gute Laune nicht fehlen dürfen.

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